Akupunktiert werden bestimmte Akupunkturpunkte nach Methoden der Modernen Akupunktur nach Boel sowie einige klassische Akupunkturpunkte aus der TCM. Akupunktiert wird selbstverständlich nicht in, sondern für das Auge. Die Punkte befinden sich an der Stirn, an Händen, Füßen und an den Knien.
Eine Augenakupunktur kann grundsätzlich sinnvoll sein bei Makuladegeneration, altersbedingter Makula-Degeneration AMD (trockene und feuchte), Grüner Star, Grauer Star (Ausnahme der fortgeschrittene), Altersweitsichtigkeit, Sehnervveränderung, Diabetischen Augenveränderungen.
Ausnahmen sind die Kurzsichtigkeit bei Erwachsenen sowie der fortgeschrittene Graue Star
Vor der Behandlung stehen eine ausführliche Anamnese, ein Sehtest und die Entwicklung eines individuellen Therapiekonzepts.
Die Behandlung beginnt mit einer Intensivphase von 2 x 5 Tagen mit einer Pause von 2 Tagen. Während der 10 Behandlungstage wird 2 x täglich akupunktiert, im Abstand von einer bis eineinhalb Stunden. Eine Akupunktur dauert ca. 30 bis 45 Minuten.
Bei den einzelnen Akupunktursitzungen werden nicht immer dieselben, sondern verschiedene Punkte akupunktiert.
Je nach Krankheitsbild und individuellem Therapieerfolg kann die Behandlung nach der Intensivphase in größeren Abständen fortgesetzt werden. Als Richtlinie gilt: zunächst 1 x wöchentlich für 4 Wochen, danach 1 x monatlich, stets 2 x an einem Tag im Abstand von einer bis eineinhalb Stunden.
Auch jährlich wiederholte Intensivphasen von 5 oder 10 Tagen können sinnvoll sein, um die Therapieergebnisse zu stabilisieren.
Die Ohrakupunktur ist eine sehr vielseitig einzusetzende Therapiemethode. Zu den Anwendungsmöglichkeiten zählen nach den Beobachtungen einzelner Therapeuten u. a. Raucherentwöhnung oder Gewichtsreduktion, aber auch eine Vielzahl von Erkrankungen wie z. B. (alphabetisch):
• Atemwegserkrankungen
• Erkrankungen der Haut
• Erkrankungen des Stütz- und
Bewegungssystems
• Erkrankungen des Magen-Darmtrakts
• Gynäkologischen Krankheitsbilder
• Herz-Kreislauf-Erkrankungen
• Neurologische Erkrankungen
• Psychische und psychosomatische
Störungen
• Urologische Erkrankungen
• u. v. m.
Die Ohrakupunktur wird von der schulmedizinischen
Wissenschaft nicht anerkannt, weil Beweise
für Wirkung und Wirksamkeit fehlen.
Die französische Methode der Ohrakupunktur (es gibt auch die der Traditionellen Chinesischen Medizin, die sich u. a. in der Punktelokalisation unterscheidet) wurde von dem französischen Arzt Paul Nogier (1908-1996) begründet und erstmals 1956 auf einem Akupunktur-Kongress vorgestellt.
Nogier glaubte reflektorische Beziehungen und korrespondierende Wechselwirkungen zwischen bestimmten Punkten auf dem Ohr und dem Körper erkannt zu haben: In der Ohrmuschel sind nach diesen Vorstellungen die Reflexzonen der Körperorgane so angeordnet, dass sie das Bild eines auf dem Kopf stehenden Embryos ergeben.